Conny und Matthias um die Welt

Iran, das ist das letzte Land, an das ich gedacht hätte

So oder so ähnlich schallte es uns das ein oder andere Mal entgegen als wir von unseren Plänen erzählten, unsere Reise ausgerechnet im Iran beginnen zu wollen. Für uns hingegen versprach der Iran genau das richtige Maß an Abenteuer und Anderssein, um uns hinreichend über den deutschen Tellerrand zu befördern.

Nun sind wir endlich hier in Teheran und können anfangen die Vorurteile über Bord zu werfen, die sich in unseren Köpfen festgesetzt haben. In den westlichen Medien wird häufig ein Bild gezeichnet, in dem ein oppressives fanatisch-religiöses Regime die Menschen unterdrückt, die Versorgung der Bevölkerung nicht immer gewährleistet ist und in dem das alltägliche Leben von Religionswächtern schärfstens kontrolliert wird. Diese Darstellungen haben sicherlich ihren Wahrheitsgehalt, aber die ganze Wahrheit sind sie nicht.

Unsere Ankunft am Flughafen gestaltet sich sehr einfach, wir werden geradezu durchgewunken. Unsere iranischen Freunde, mit denen wir in der Türkei gestrandet waren, organisieren uns schon mal die gemeinsame Fahrt in die Stadt während wir beobachten, dass hier die Zeit mitnichten stehengeblieben ist und das Kopftuch eher locker auf dem Hinterkopf sitzt. Jahrelange Sanktionen bemerkt man zunächst bis auf die fehlenden Visa- und Mastercard-Logos an den Geldautomaten jedenfalls nicht.

Hier sind schon mal unsere ersten Eindrücke:

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